Wieso diese Seite?

Wie bereits dem Ein oder Anderen Leser bekannt sein mag, gibt es die Seite, „rudelstellungen.eu„, die das Original Rudelstellungen darstellen. Dies ist auch unbestritten der Fall. Diese Seite unterscheidet sich auch grundlegend von rudelstellungen.eu, da ich die Philosophie und Ideologie von Rudelstellungen Original nicht vertreten möchte. Lediglich der Kern, die 7 Hundetypen, ist gleich. Der Umgang mit Hunden und insbesondere Hundehaltern unterscheidet sich aber grundlegend, somit ist jeder angehalten selbst zu entscheiden bei welchem Gedankengut er sich besser aufgehoben fühlt.

Da der Begriff Rudelstellungen zudem zum großen Teil negativ belegt ist, aufgrund der bereits bestehenden Begriffsdefinitionen weder im Allgemeinverständnis von Hundehaltern noch innerhalb wissenschaftlicher Kreise verstanden werden kann und damit schlicht nicht geeignet ist, zu beschreiben, worum es unter Hunden und damit auf dieser Internetpräsenz geht, werde ich diesen Begriff hier nicht verwenden. Stattdessen heißt diese Seite Hundesozialstrukturen, weil es hier um eine besondere soziale Struktur geht, die Hunde sich aufbauen können und wollen, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt. Hier geht es also um das Beobachten von Hundeverhalten und das Erklären dieser.

Mir geht es hier nicht darum Fehler aufzuzeigen und die Hundehalter aufzufordern, diese möglichst perfekt zu verbessern. Sondern ich möchte eine Brücke zwischen Mensch und Hund schlagen, für all diejenigen die nach mehr Antworten suchen. Niemand ist perfekt, weder Mensch noch Hund, das sollte man sich bewusst machen. Deshalb stehe ich der Haltung „ganz oder gar nicht“ sehr kritisch entgegen. Meist geraten die Menschen in den Hintergrund und es entsteht ein schlechtes Bauchgefühl, wodurch es zur Abgrenzung zum Thema kommt. Dies ist ein sehr trauriger aber sehr verständlicher Schritt, der weder für Mensch noch Hund förderlich ist.

Diese Seite soll deshalb nicht nur Hund-Hund-Systeme analysieren und aufzeigen, sondern auch Hund-Mensch-Systeme in den Vordergrund rücken. Nicht jeder kann oder will einen passenden Hund dazu holen, dies sollte auch keine Pflicht sein sondern eine Möglichkeit von vielen. Vordergründig sollte aber sein den Hund zu verstehen, zu wissen und anzuerkennen welche Verhaltensformen den ein oder anderen Typus extrem Schaden können und diese einzudämmen. Den Menschen zu zeigen welcher Typ sein Hund ist um zu verstehen was dieser braucht und mit welchen Hunden er wie in einem Verband agieren würde. Allein schon durch dieses Wissen kann man für den Hund ein sehr wertvoller Partner werden und auch bei mehreren Hunden, Lücken schließen und für die Hunde so da sein, wie sie es brauchen. Dies erfordert natürlich sehr viel Management von Menschen und ist nicht sehr einfach, aber wer diesen Weg gehen will, sollte keine Anfeindungen erhalten sondern Hilfestellung. Diese soll ihm hier ermöglicht werden.

Diese Seite soll also die komplexen Sozialstrukturen von Hunden aufzeigen, die Menschen aufzeigen was ihre Hunde brauchen und sie nach bestem Wissen und Gewissen so halten, wie sie es für sich, ihren Hunde (bzw. ihre Hunde) und der Umwelt vertreten können. Anfeindungen und absolutistische Aussagen bzw. Denkweisen sind hier unerwünscht. Durch das Wissen um den Typus eines Hundes, wird dieser nicht in eine Schublade gesteckt. Allerdings sehe ich es als kritisch an, die Hunde dann noch zusätzlich gemäß ihrer „Stellungsstärken“ zu kategorisieren. Eine solche Kategorisierung ist immer subjektiv und führt dazu, dass es Herabstufungen in der Wertigkeit von Hunden gibt. Kategorisierungen dieser Art sind deshalb auf dieser Seite unerwünscht!

Abschließend ist zu sagen, dass Rudelstellungen nach Barbara Ertel nicht einfach nur bedeutet, herauszufinden ob Hunde passen oder nicht. Es bedeutet sich tiefgehender mit dem Wesen Hund und seinen Interaktionen mit anderen Hunden, Menschen und seiner Umwelt zu befassen.

Ich wünsche ihnen viel Neugierde und Spaß beim Kennenlernen ihres Hundes!