Partnerschaftliches Führen

Bedeutet einen Hund des Typus Führungskraft nicht über Kommandoführung oder sonst wie Taktvorgebend zu führen, sondern ihn als einen Partner wahrzunehmen. Man sollte sich hierbei immer vor Augen führen wie man selbst mit einem menschlichen Partner umgeht. Eine solche funktionierende Beziehung besteht stets aus Geben und Nehmen, es bedeutet aber auch ein gemeinsames vertrauensvolles Zusammenwachsen und die Fähigkeit wahrzunehmen welche Bedürfnisse der Partner hat, und im Umkehrschluss dass auch der Partner die eigenen Bedürfnisse wahr nimmt.

Auf den Hund übertragen bedeutet dies also sich zunächst einmal dem Hund gegenüber nicht als Tonangeber zu präsentieren, sondern Anteil an den Interessen des Hundes zu nehmen um ihm zu signalisieren, dass man sich für seine Belange interessiert. Beispielsweise kann man sich dafür interessieren was der Hund beschnüffelt oder betrachtet und dies kommentieren damit der Hund merkt, dass man sich gedanklich versucht mit dem Auseinanderzusetzen was das Interesse des Hundes weckt.

Hunde, die gerne mit Stöcken oder ähnlichem hantieren, kann man helfen Stöcke aus dem Wasser zu ziehen, sie zu zerkleinern oder gemeinsam mit dem Hund umher zu tragen. Beobachtet man den Hund genau wird man schnell erkennen was ihn interessiert um sich so selbst einbringen zu können.

Im Gegenzug sollte man aber auch einfordern, dass der Hund die Belange seines Menschen wahrnimmt und sich ebenfalls für diese interessiert (anfangs kann es nötig sein, dass man sich Interessant machen muss, damit der Hund seinen Menschen anfängt anders wahrzunehmen).
Im Zuge der Partnerschaft sollte dann sowohl der Mensch als auch die Führungskraft lernen gemeinschaftliche Entscheidungen zu treffen um eben ein Geben und Nehmen zu erzeugen. Ein Anfang kann hierbei z.B. sein im Wechsel zu entscheiden welcher Weg beim Spaziergang eingeschlagen wird.